Vor etwa zwei Jahren war ich Gast einer Konferenz auf der ein Vortragender erwähnt hat, dass für einen Experten der Branche eine Ausbildung in Systemischer Beratung sinnvoll ist. Das ist an sich nichts Außergewöhnliches. Es handelte sich jedoch um eine Konferenz der Informations-Technologie und diese Branche wird öfters stereotypisch mit „Nerds“ in Verbindung gebracht, die häufig als etwas sonderlich und emotional wenig zugänglich beschrieben werden.
Diese Aussage hat mein Interesse geweckt, da ich immer auf der Suche nach interdisziplinären Ansätzen bin, die ich in meiner Tätigkeit als „Business Analyst“ in der IT- Beratung gewinnbringend einsetzen kann. Denn gerade in diesem Aufgabengebiet ist es hilfreich, die Ziele mit dem Kunden gemeinsam zu erarbeiten und nicht als allwissender Berater von oben zu diktieren. Aus diesem Grund habe ich eine Intensivausbildung zum Systemischen Coach absolviert und biete diese Leistung speziell für Personen aus der IT-Branche an.
Der Begriff „Coaching“ wird im alltäglichen Sprachgebrauch sehr vielseitig und häufig auch unreflektiert eingesetzt. Es gibt auch keine speziellen gesetzlichen Regelungen für die Durchführung von Coaching in Österreich. Laut dem „Österreichischen Dachverband für Coaching“ ist Coaching „ein interaktiver personenzentrierter Beratungs- und Begleitungsprozess im beruflichen Kontext, der zeitlich begrenzt thematisch (zielorientiert) definiert ist.“ Dieser Definition folgend grenzt sich Coaching beispielsweise von persönlichen Fragestellungen aus dem Privatleben einerseits, aber auch von organisations- und fachorientierten Beratungsdienstleistungen andererseits ab.
Das Modell des Systemischen Coachings wird häufig auch als Beratung ohne Ratschlag bezeichnet, da es von einem Expertenmodell ausgeht: Der Coach ist Experte für den Coaching-Prozess, während der Kunde Experte für sein Leben und damit für seine persönlichen Themen ist. Systemisches Coaching hat seine Grundlagen in der Systemtheorie (u.a. Niklas Luhmann) und der philosophischen Erkenntnistheorie des Radikalen Konstruktivismus (u.a. Heinz von Foerster).
Meine Tätigkeit als Coach basiert auf dem Systemisch Konstruktivistischen Coaching nach dem Kieler Beratungsmodell (in den 80er Jahren u.a. von Prof. Uwe Grau entwickelt und auf den Wirtschaftsbereich übertragen).
Unter anderem definiert es vier Leitlinien für Coaching:
- Kooperieren, im Sinne des oben erwähnten Expertenmodells
- Reflektieren, im Sinne eines gemeinsamen „Bedenkens“ von Problemen und Lösungen zwischen Kunde und Coach
- Öffentlich machen, im Sinne eines Offenlegens von Gedanken und freiem Assoziieren, das oftmals hilfreich für die gemeinsame Erarbeitung einer Lösung sein kann
- Respektieren, im Sinne eines Respektierens der Wirklichkeitskonstruktion des Kunden
In diesem Sinne freue ich mich über Ihr Interesse an einem persönlichen Coaching (Preis für 1 Stunde: 120 EUR). Gleich klicken und anfragen!
