Endlich Abheben!
Seit ein paar Wochen habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt: Modellbau-Helikopter fliegen! Ingrid hat mich eines Abends mit einem Ausflug zum nächsten Conrad-Laden überrascht, dort haben wir dann einen "REELY EP Doppelrotor Helikopter RtF" erstanden.
Meine ersten Erfahrung als Helikopter-Pilot möchte ich hier schildern...
Obwohl ich mit der Funktionsweise eines Hubschraubers doch einigermaßen vertraut war, musste ich feststellen, dass die Steuerung eines solchen Fluggefährts doch sehr schwierig ist. Mein Modell hat vier getrennte Steuerungen: Motor, Heck, Nick und Roll. Also die Motorleistung, die den Helikopter abheben/steigen/sinken lässt, die Hecksteuerung, durch die sich der Helikopter um die eigene Achse drehen lässt, nicken für die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und rollen für die Seitwärtsbewegung. Da das Modell einen Doppelroter hat (der durch gegengleiche Richtung den Drehmoment ausgleicht), gibt es jedoch keinen Heckrotor.
Meine ersten Übungsphasen habe ich wie folgt absolviert:
- Schritt 1: Schwebeflug, also einfach auf der Stelle schweben. Sieht im Fernsehen so einfach aus - ist es aber anfangs nicht. Schließlich müssen die Finger erst lernen 4 Richtungen gleichzeitig zu steuern.
- Schritt 2: Eine Linie vorwärts und rückwärts abfliegen.
- Schritt 3: Aufsteigen und mit einem schrägen Landeanflug auf einem Plateau landen.
- Schritt 4: Das Modell so steuern, dass die Kanzel in meine Richtung zeigt. Zur Erklärung: Alle bisherigen Flüge habe ich anfangs immer so absolviert, dass ich immer hinter dem Hubschrauber stand. Dadurch entfällt die Schwierigkeit spiegelverkehrt steuern zu müssen.
Der erste Crash:
Zwischen Phase drei und vier bin ich dann übermütig geworden und habe einen Flug im Freien gewagt. Nachdem eine kleine Windböe den nur 230g schweren Hubschrauber erfasst hatte, musste ich in einer Notaktion den Motor hochdrehen, um nicht in einem Baum zu landen. Und dann nahm das Unglück seinen Lauf. Da ich Phase 4 noch nicht ausreichend geübt hatte, gelang es mir nicht den Hubschrauber wieder ruhig zu landen. In ca. 15m Flughöhe kamen dann weiteren Windböen dazu, in 20m Entfernung über dem Boden war dann der Hubschrauber nur noch als kleines Teilchen zu erkennen ("Wo ist vorne, wo hinten!?"). Eine Stunde später fanden wir dann ein leicht ramponiertes Modell drei Häuser weiter in einem Gebüsch...
Nachdem ich mir ein neues Modell gekauft hatte und das alte zum Ausschlachten aufgehoben hatte, bin ich nun auch vom ersten Übermut geheilt und werde weiter meine Übungsphasen absolvieren... :)
